Unsere offene Ganztagsschule

Liebe Leser,

mit dieser Präsentation haben wir uns, an den Grundschulen Bergstedt, Hinsbleek und Müssenredder beworben. Als ehemaliger Hortträger an den Schulen wurden wir als Kooperationspartner ausgewählt. Wir möchten diese Seiten noch im Netz lassen, weil sie nur unwesentlich an Aktualität verloren haben. Textpassagen die uns heute noch wichtig sind haben wir rot gekennzeichnet. ( August 2013 MN )

Der Hort Tigerente e.V. hat als Gesprächsgrundlage für die Kooperation mit den Grundschulen an seinen drei Standorten ein konsequent offenes Ganztagsschulmodell entwickelt. Unsere Vision stellt die Bedürfnisse und Wahlfreiheit der Kinder in den Vordergrund, bietet genug Struktur und Sicherheit für die Ausgestaltung durch beide Partner und orientiert sich dabei an den Prinzipien der offenen Arbeit.

Die anstehende Hortreform zur sog. „Ganztägigen Bildung und Betreuung“ (GBS) entzieht den Horteinrichtungen in Hamburg perspektivisch die Existenzgrundlage. Durch das Versprechen der Schulbehörde eine kostenlose Ganztagsschulbetreuung von 8-16 Uhr für ALLE Hamburger Kinder von der Vorschule bis zur sechsten Klasse einzuführen, steht der klassische Hort vor dem Aus.

Alpenveilchen

Es ist erklärter Wille der (bis dato) handelnden Akteure in der Behörde, diese Reform als Kooperation auf Augenhöhe zwischen der Schule und einem ausgewählten Träger der freien Jugendhilfe durchzuführen. Die beiden Partner sollen gemeinsam die neue Ganztagsschule im Sinne der ganztägigen Bildung und Betreuung gestalten.

Bis jetzt gibt es allerdings nur Modelle, bei denen der Betreuungspartner (Hortträger) als Erfüllungsgehilfe der Schule agiert. Weder ein echtes neues und gemeinsames pädagogisches Konzept, noch die Verzahnung von Vor- und Nachmittag wurden unserer Meinung nach entsprechend berücksichtigt. Zudem führt die Ausstattung der bisherigen Pilotstandorte mit personellen und finanziellen Mitteln auf direktem Weg in den Bankrott der Träger. Wir sind davon überzeugt, dass die Grundschulen den verschulten Ganztag auch alleine durchführen können, mit der fragwürdigen Qualität und den Problemen, die sich in den letzten Jahren immer deutlicher gezeigt haben. Das System kurzes Mittagessen, Hausaufgaben und dann Wahlpflichtkurse gewährt den Kindern keine Ruhepause und beschert den Kursleitern überlastete und unmotivierte Kinder.

Unser Ziel ist nicht nur die Sicherung von Arbeitsplätzen. Wir wollen auch die Qualität, welche bei Betreuung, Beziehungsarbeit und in der außerschulischen Bildung geleistet wird, in den neuen Ganztag zu retten. Bei all dem möchten wir die Kindheit bewahren. Darum haben wir ein Modell entwickelt, in dem unsere Stärken optimal genutzt werden - um die Herausforderung gemeinsame Bildung und Betreuung in Zusammenarbeit mit unseren Schulen zu meistern. Diese Vision ist unser Vorschlag für die Diskussion um ein gemeinsames pädagogisches Konzept und basiert auf dem von uns gelebten Situationsansatz und dem Prinzip der offenen Arbeit.

Es bietet Struktur und einen Rahmen für die freie Ausgestaltung einer neugedachten, zeitgemäßen und ganzheitlichen Ganztagsschule.

Denn eines muss allen Beteiligten klar sein:

Bildung ist mehr als Schule und Betreuung ist mehr als Aufsicht.