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20.04.2012,

Ich! Du! Wir!

Ich! Du! Wir! – Bergstedt wird Ganztag
Hamburg, 17.02.2012, BB/MN

Die Grundschule Bergstedt wird im Sommer 2012 ihr Gesicht wandeln. Neben 42 weiteren Schulen, die im August 2012 in die neue Zukunft „Ganztägig Lernen“ starten, wird auch an der Bergstedter Alten Landstrasse von früh bis spät gemeinsam gelernt, gelebt, gelacht und gespielt.

Die GS Bergstedt hat sich für die freiwillige Variante des Ganztagsschule entschieden:  Die ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen(GBS) in Kooperation mit einem Jugendhilfeträger. Der Verein Hort Tigerente betreibt schon seit 1993 einen Hort in der Grundschule und ist alter und neuer Partner der Schule.
„Schule muss auf ein verändertes Gesellschaftbild reagieren, indem sie verlässliche Betreuung am Schulstandort anbietet.“ so Schulleiterin  Judith Jürries.

Doch warum Ganztagsschulen? Diese Frage beantwortet 2003 Edelgard Buhlman, die damals weichenstellende Bundesministerin für Bildung und Forschung, mit einem einfachen Satz: „Bildung braucht Zeit. An Ganztagsschulen ist Zeit – Zeit für mehr Qualität im Unterricht, individuelle Förderung, kreative Freizeitgestaltung und familienfreundliche Betreuung.“
Aus dem Nebeneinanderher der vergangenen Jahre wird nun eine synergetische Beziehung: Ich! Du! Wir! Gemeinsam etwas schaffen. Das Schulmotto bekommt plötzlich eine andere Dimension, denn nun ist nicht mehr nur der Lernprozess der Schüler gefragt. Lehrer und Erzieher sind gefordert  gemeinsam für die Kinder zu arbeiten und Ihre unterschiedlichen Ansätze und Kompetenzen einzubringen.

„Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit Freude lernen, ihre Neugier erhalten und ständig neue Anreize bieten.“ so Susann Wenzel die Leiterin des Hort Tigerente e.V.
Tatsächlich wird in Bergstedt schon seit Jahren am Ganztag gefeilt. Im Sommer 2009 wurde auf Initiative von Schule und Tigerente ein moderierter Runder Tisch zur Entwicklung des Standortes installiert. Interessierte Träger und Vereine, sowie die Schule und Elternvertreter machten sich früh auf den Weg, die unterschiedlichsten Interessen zu einen. Neben Workshops zur Raumentwicklung und Ganztagskultur, 2 Konzepttagen mit Lehrern, Eltern und Erziehern wird in diesem Schuljahr der Ganztag an zwei Tagen geprobt, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, der im Sommer beginnt.

Eine ganztägige Schule, die für einen großen Teil des Tages zum Lebensmittelpunkt der Kinder werden wird, ist nicht bei allen Eltern gleich gern gesehen. Zudem steht noch eine umfangreiche Sanierung und Neubauten an, die in der Anfangszeit sicher für zusätzliche Herausforderungen sorgen werden.

Doch die Vision ist klar: „Wir wollen Gelegenheiten schaffen, spielend zu lernen. Dazu gibt es offene Angebote, Freispielzeit und die Möglichkeit, den Schulvormittag in Ruhe zu verarbeiten.[…] Unsere Schülerinnen und Schüler sollen sich ein wenig „zu Hause“ in der Schule fühlen.“ Sagt Uwe Steinberg, stellv. Schulleiter.
Zahlreiche Fragen und Antworten zur „neuen“, offenen Ganztagsschule gibt es von der Projektgruppe Ganztägige Bildung und Betreuung an der Grundschule (GBS) der Behörde für Schule und Berufsbildung BSB :

http://www.hamburg.de/contentblob/3047214/data/gbs.pdf
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