Elementarkinder brauchen Aufmerksamkeit und Geborgenheit

Entwicklungsaufgaben bis zur Schulreife

  • das eigene Verhalten bewusst verändern können
  • Einfühlung zeigen und andere Standpunkte verstehen
  • Vorliebe für Rollenspiele
  • Interesse an Buchstaben und Zahlen





„Hier und Jetzt sein zu dürfen, das vermissen Kinder.“

Jesper Juul im Interview der ZEIT 2010

Weitere Entwicklungsaufgaben

  • logisches Verständnis für die Welt
  • Interaktion mit Gleichaltrigen
  • Ideen verbinden können
  • gut ausgebildetes Sozialverhalten
  • geschickte Feinund Grobmotorik

Was sollen Kinder können, wenn sie den Kindergarten hinter sich haben?

Falsche Frage, sagt Prof. Fthenakis, Leiter des Bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik. „Der Kindergarten soll nicht Lesen und Schreiben beibringen und die Schule vorwegnehmen. Ein guter Kindergarten hilft viel mehr, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken.

Kinder durchlaufen im Alter von drei bis sechs Jahren unterschiedliche Entwicklungsphasen. In einer Kindergartengruppe unterscheiden sich die einzelnen Mädchen und Jungen daher sowohl in ihrer körperlichen und psychischen Entwicklung als auch in ihren geistigen, motorischen und sozialen Fähigkeiten.

Während die einen gerade das Windelalter hinter sich gelassen haben, turnen andere schon auf Bäumen herum. Während bei manchen die Sprache noch nicht so weit entwickelt ist, um sich angemessen zu artikulieren, können andere schon lesen oder gar schreiben. Kurz gesagt: Kinder zwischen drei und sechs bilden eine sehr heterogene Gruppe, die von den Erziehern sehr viel Aufmerksamkeit fordert. Die Hauptaufgabe unserer Erzieher besteht darin, die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen, sie zu beobachten und zu fördern. Elementarkinder brauchen besonders viel Verständnis, Vertrauen und Geborgenheit. Darauf nehmen wir bei der Betreuung unserer Kinder Rücksicht.